Philosophie

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Hinschauen – Zuhören – Mitfühlen – Mitdenken

„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Antoine de Saint-Exupéry

Meine Philosophie:

Logo Und-Zeichen, Pinselstrich-Darstellung

Zu leben begreife ich als den Versuch, das menschliche Leben unter möglichst vielen unterschiedlichen Gesichtspunkten sowie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und verstehen zu lernen. Diese Haltung bestimmt meinen persönlichen Lebensweg – privat wie beruflich. Deshalb fiel mir eine Abgrenzung dieser beiden Bereiche nie leicht und erschien mir eigentlich nie wirklich sinnvoll. Eine von mir angestrebte Ganzheitlichkeit verstehe ich selbstverständlich begrenzt auf den Rahmen der meiner Person auf den Lebensweg mitgegebenen Fähigkeiten, sowie vorgegebener wie auch selbst gesuchter und ergriffener Möglichkeiten.

Ganzheitlichkeit ohne Mitmenschen zu suchen, halte ich für ausgeschlossen. Mein großes Interesse am Leben bezieht sich also gleichermaßen auf meine Mitmenschen. So wurde schließlich nicht meine Liebe zur Musik zu meinem Beruf. Vielmehr ließ mich mein starkes Bedürfnis nach Gerechtigkeit – genauer: meine Abscheu gegenüber jeglicher Art von Willkür – Rechtsanwalt mit dem Ziel werden, berechtigte Interessen anderer zu vertreten, und auf diese Weise Mitmenschen zu helfen.

Der Mensch versteht sich -vor allem heutzutage- als Individuum und als mit Rechten versehenes handelndes Subjekt. Zugleich fühlt sich der Mensch – ebenso vor allem heutzutage und zunehmend – als Objekt; als Teil eines großen Räderwerks, welches immer schneller dreht. Der Mensch ist Subjekt und Objekt zugleich; Handelnder u n d Gegebener. Schon bei einem Blick in den Spiegel kann das Subjekt sich selbst als Objekt wahrnehmen. Wir sollten uns daher unsere „Spaltung“ in Subjekt und Objekt bewusst machen und verstehen, dass beides zusammen in unserer Person eine „Einheit“ bildet. Wir sind diese Einheit, oder anders ausgedrückt: Was uns als Person ausmacht, zeigt sich uns „subjekthaft“ auf der einen Seite und „objekthaft“ auf der anderen; so, als ob wir „dazwischen“ stehen. Dies ist mein „Symbol“, meine anthropologische Metapher für menschliches Leben: „Ein DAZWISCHEN“– zwischen entgegengesetzten Polen, die sich wechselseitig bedingen. In diesem DAZWISCHEN findet „Leben“ statt; Organisation und Neuschöpfung. Hier sollte nicht ausschließlich das „Ja/Nein“ oder das „Aber“ regieren. Wir müssen die Vielfalt schätzen und die Kraft zur Vielfalt aufzubringen lernen. Vielfalt verstehe ich keineswegs als Beliebigkeit. Vielfalt im Denken und Handeln stelle ich gegen „ideologische Beschränktheit“. Vielfalt stelle ich dar mit „&“ („und“), wobei ich das „&“ gleichermaßen als den „roten Faden des Lebens“ verstehe. Jener „rote Faden“, der sich durch unser persönliches Leben zieht, und den wir immer wieder zu erkennen versuchen sollten. Wenn uns dies gelingt, werden wir uns nicht nur unserer „Einheit“ bewusst, sondern fühlen diese auch – statt einer „Zerrissenheit“.

Auch mein Logo soll dies verdeutlichen.